Write it here to share it with the entire community. [159], In seiner Auseinandersetzung mit dem antiken Ethikverständnis führte Kant die Ausdrücke „Eudämonismus“ und „Eudämonist“ zur Bezeichnung einer von ihm bekämpften Konzeption ein. Wenn beispielsweise jemand so schwere Schicksalsschläge erleidet wie der trojanische König Priamos, kann man ihn nicht glücklich nennen, auch wenn er philosophiert. Sie ist vollendet, denn es gibt nichts anderes, das ihren Wert noch erhöhen könnte, wenn es ihr hinzugefügt wird. Socrates disagreed with all those who believed that a eudaimon life is a life full of pleasure o… Eine Eudaimonie als Ziel im Sinn der antiken Konzepte lehnte er prinzipiell ab: „Erster Satz meiner Moral: man soll keine Zustände erstreben, weder sein Glück, noch seine Ruhe, noch seine Herrschaft über sich.“[174] Über das Glück könne man nicht verfügen, es liege im Schaffen und sei eine Begleiterscheinung beim Auslösen von Kraft. Als radikale Hedonisten waren sie der Überzeugung, die Lust sei für alle Lebewesen das einzige wahre Gut und der Schmerz das Übel schlechthin. [62], Platons Sekretär Philippos von Opus ist sehr wahrscheinlich der Verfasser des in der Antike zu Unrecht Platon zugeschriebenen Dialogs Epinomis. [57], In der platonischen Akademie, der von Platon gegründeten Philosophenschule, blieb das Thema nach dem Tod des Gründers aktuell. Die griechischsprachigen Kirchenväter verzichteten in der Regel darauf, diese Begriffe, die durch ihren Zusammenhang mit der paganen religiösen Sphäre suspekt waren, in positiver Bedeutung zu verwenden. Glückseligkeit enthalte eine Befriedigung des Individuums durch physische und geistige Genüsse. Dann sei es offensichtlich besser, das Leben in einer Gemeinschaft von Freunden zu verbringen, als unter Fremden und zufälligen Bekannten zu leben. [109], In Abgrenzung von den kritisierten Begriffsbestimmungen trägt Plotin in seiner Abhandlung sein eigenes Verständnis vor. [21], In Platons Schriften zählt die Eudaimonie zu den gewichtigen Themen. Meist wiesen sie das aristotelische Eudamonie-Konzept, das Zufallsgütern Relevanz zusprach, nachdrücklich zurück. Eudaimonia is a Greek word commonly translated as 'happiness' or 'welfare'; however, more accurate translations have been proposed to be 'human flourishing, prosperity' and 'blessedness'. Indem er den Daimon mit dem Ethos – dem individuellen Charakter und der daraus resultierenden Haltung – gleichsetzte, machte er den Menschen selbst zum Gestalter seines Schicksals. Die Ruhmbegierigen machen sich von denen abhängig, von denen sie sich Anerkennung erhoffen, statt Selbstgenügsamkeit anzustreben. [113], Ansonsten herrschte bei jüdischen und christlichen Autoren Zurückhaltung gegenüber dem Gedanken der Eudaimonie. Currently popular pronunciations. Es ist die Aufgabe der Staatskunst, das zur Erlangung der allgemeinen Eudaimonie erforderliche Wissen bereitzustellen. Pronunciation of eudaimonia with 2 audio pronunciations, 7 synonyms, 1 meaning, 5 translations, 1 sentence and more for eudaimonia. Er wandelte sie aber ab, da er die platonische Ideenlehre ablehnte und daher die Eudaimonie nicht mit dem Erfassen der Idee des Guten verband. Die Lehrmeinungen verschiedener Philosophen zu dieser Frage werden erörtert, wobei das Extrembeispiel der Folterschmerzen die Problematik drastisch illustriert. Chr. [172] Nach Schopenhauers Einschätzung ist die stoische Ethik ein achtenswerter, aber missglückter Versuch, den Menschen mittels der Vernunft über das Leiden hinauszuheben und eine in Wirklichkeit unmögliche Eudaimonie zustande zu bringen. Wer selbst nicht weise ist, der begreift das nicht, denn er stellt sich den Glückseligen schwach vor, so wie er selbst ist, und ahnt daher nicht, was im Geist des Furchtlosen in Wirklichkeit vorgeht. Jahrhundert setzte sich der Apologet Justin der Märtyrer mit dem platonischen Eudaimonie-Ideal auseinander. Damit meinte er Besinnung auf das Maß, das dem Menschen Angemessene; er wollte vor den Gefahren der Vermessenheit warnen, die den Stolzen ins Unglück stürze. Damit rückte er vom akademischen Skeptizismus ab. [7], Wenn jemand eudaimon war, war dies an seinen Lebensumständen zu erkennen: Ihm wurde Gesundheit und ein langes Leben zuteil, seine Unternehmungen waren vom Erfolg gekrönt, er erlangte und behielt Macht, Ehre und Wohlstand. Damit verwirrt er seinen Gesprächspartner, der es für selbstverständlich gehalten hat, dass man ohne diese Güter nicht glücklich werden könne. Allerdings wird der Wert der außerseelischen Güter in dieser Variante der peripatetischen Ethik deutlich höher eingeschätzt als bei Aristoteles. [147], Thomas von Aquin nahm an, zwischen der vollkommenen Seligkeit und den unvollkommenen Glücksarten bestehe ein abgestuftes Verhältnis der Teilhabe gemäß dem jeweiligen Ausmaß der Übereinstimmung zwischen ihnen; in der betrachtenden Lebensform sei die Teilhabe an der vollkommenen Seligkeit ausgeprägter als in der tätigen. Unklar ist, ob Pyrrhon in erster Linie einen Weg zur Eudaimonie suchte oder ob er die Glückseligkeit nur als willkommenen Nebeneffekt der skeptischen Weltanschauung betrachtete. Das Wort stammt aus der Allgemeinsprache; in philosophischen Texten bezeichnet es eine gelungene Lebensführung nach den Anforderungen und Grundsätzen einer philosophischen Ethik und den damit verbundenen ausgeglichenen Gemütszustand. [182] 1994 konstatierte Nicholas White einen wachsenden Einfluss des Aristotelismus im zeitgenössischen ethischen Diskurs, insbesondere im englischsprachigen Raum, sowie eine zunehmende Neigung zum „eudaimonism“. In Übereinstimmung mit der antiken Tradition stellte er fest, jeder Mensch wünsche zur Glückseligkeit zu gelangen. Allerdings erfordert die Erkenntnis einer platonischen Idee bei ihrem Betrachter nicht nur intellektuelle, sondern auch ethische Qualitäten. Ursprünglich bedeutete eudaimon „mit einem guten Daimon verbunden“. Infolge dieses Missverständnisses sah Thomas in der Nikomachischen Ethik eine Theorie des unvollkommenen irdischen Glücks im Gegensatz zur nicht steigerungsfähigen Seligkeit, die von Gott geschenkt werde. Aristoteles stimmt der „allgemeinen Überzeugung“ zu, dass das glückselige Leben ein lustvolles Leben und die Lust mit dem Glück verflochten sei. In einem ihm zugeschriebenen Text, der Mantissa, wird eine Vielzahl von Argumenten vorgetragen, die zeigen sollen, dass die Tugend allein zur Erlangung der Eudaimonie nicht ausreiche. Chr.) in der Bildungsschicht eine breite Rezeption der griechischen Philosophie ein. [181], Jürgen-Eckardt Pleines schrieb 1984, es gebe durchweg sachliche Gründe, „das Gespräch mit Aristoteles genau dort wieder aufzunehmen, wo es im Prinzip abzureißen drohte, an dessen Glückseligkeitslehre“. bezeugt, der in schroffer Abgrenzung vom Glauben der Volksreligion an ein gottgesandtes Schicksal behauptete: „Für den Menschen ist sein Ethos sein Daimon.“[16] Damit wandte sich Heraklit gegen die herkömmliche Sichtweise, der zufolge äußere Einflüsse das Verhalten des Menschen steuern und damit auch sein Versagen in kritischen Situationen verursachen. [88], Für die praktische Umsetzung führte Epikur Verhaltensregeln ein. Er hat eine Richtschnur, nach der er lebt und der er sein gesamtes Leben angleicht. So führe der Eudämonismus zuletzt zu seiner Selbstaufhebung. [145] Auch Boethius von Dacien betonte diese Freude und nannte sie die höchste Lust. See all related overviews in Oxford Reference From:  Die Eudaimonie, die der Einzelne für sich erlangt, ist zwar eine bedeutende Errungenschaft, aber noch schöner und erhabener ist die, die ganzen Völkern oder Staaten zuteilwird. Nach seiner Lehre tritt die Natur des Menschen in den Betätigungen hervor, in denen sich die Tugendhaftigkeit der Seele äußert. Da der Wissende die Zusammenhänge versteht, handelt er immer richtig und ist in allem erfolgreich. Er setzte sich besonders mit der Frage auseinander, warum der Glückselige trotz seiner Selbstgenügsamkeit Freunde benötige. Die Übersetzung mit „Glück“ oder „Glückseligkeit“ gilt als unzulänglich, denn diese Wörter haben im Deutschen einen einseitig emotionalen Sinn. Diese Stufe der Reflexion stehe in der Mitte zwischen der bloßen Begierde und „dem Anderen, was Recht als Recht und Pflicht als Pflicht ist“. Niemand sei glücklich, der sich nicht dafür halte. Unglücklich wäre er dann aber nicht wegen der Übel, sondern wegen seiner Torheit, denn Torheit ist mit Mangel und Unglück gleichzusetzen. Jahrhundert v. Chr. Er prägte den Begriff „Eudämonismus“ für alle ethischen Lehren, in denen das Streben nach Glückseligkeit und nicht die Pflicht als maßgeblicher Grund des sittlichen Handelns gilt. Vielmehr ist es ein Leben nach der Tugend mitten in allen oder den meisten und wichtigsten leiblichen und äußeren Gütern. Besonders folgenreich war das Eudaimoniekonzept des Aristoteles. Es gab aber auch Gegenstimmen: Thomas von Aquin betonte die Unvollkommenheit jedes irdischen Glücks und manche Autoren, darunter der einflussreiche Theologe Bonaventura, bestritten, dass es im diesseitigen Leben überhaupt Glück geben könne. [110], Nach Plotins Lehre bleibt das vollkommene Leben dem, der es besitzt, auch unter widrigen Umständen erhalten, seine Eudaimonie wird nicht geschmälert. [56], Der Wissenschaftler Eudoxos von Knidos († wohl 345/338 v. pronouncekiwi. Er habe sich darüber gefreut, dass er rechtzeitig sterben konnte, ohne im Unglück gelebt zu haben. Meaning of eudaimonia. Virtues can guarantee anyone a happy life. Allerdings werden die äußeren Güter, wie Aristoteles betont, nicht in reichlichem Ausmaß benötigt; eine bescheidene, maßvolle Ausstattung mit ihnen ist ausreichend. [71], Die kaiserzeitlichen Mittelplatoniker bekannten sich zum Prinzip der Autarkie des tugendhaften, in Eudaimonie lebenden Menschen. Information about eudaimonia in the AudioEnglish.org dictionary, synonyms and antonyms. Diese Übersetzungen werden aber in der Forschung als ungenau kritisiert. Darunter verstand er die Anleitung zur Kunst, das Leben möglichst angenehm und glücklich durchzuführen. Allerdings entbehre Kants eigene Ethik eines soliden Fundaments, es handle sich nachweislich um „völlig unberechtigte, grundlose und erdichtete Annahmen“. Eudaimonie setze nicht nur den ruhenden Besitz der Tugend voraus, sondern auch deren Ausübung. Wenn Eudämonie als Grundsatz aufgestellt wird, ist die Folge nach Kants Meinung „Euthanasie“: der „sanfte Tod“ aller Moral. Dadurch änderte sich das Verständnis von Eudaimonie fundamental. Vgl. Im Epikureismus werde das Leid auf weltfremde Weise verharmlost. Dabei war die einschlägige Schrift Theophrasts, die offenbar als maßgebliche Darstellung der peripatetischen Position galt, ein bevorzugtes Angriffsziel der Stoiker. . Das Ziel, die Haltung des Weisen, wird durch Übung, Gewöhnung und Betätigung erreicht. [58], Xenokrates († 314/313 v. Außerdem benötige er Lob und Anerkennung. [153], Im späten 13. Darauf wendet Sokrates ein, dies gelte nur dann, wenn sich dieses Gut nicht aus fragwürdigen Bestandteilen wie Schönheit, Kraft, Reichtum und Ruhm zusammensetze, die oft die Ursache großen Unglücks seien. Ein mit der Zielvorstellung verbundenes, sehr verbreitetes Ideal war die Selbstgenügsamkeit (Autarkie). [122] Damit distanzierte sich Ambrosius von Plotins optimistischer Ansicht, jeder Mensch besitze in seiner Natur bereits die Eudaimonie als Möglichkeit, denn er glaubte wegen der Erbsünde nicht, dass der Mensch aus eigener Kraft glückselig werden könne. Er empfahl mühsame Anstrengung, die ein Gut sei. Jahrhunderts v. Diese sei in jeder Hinsicht – also nicht nur im Charakter, sondern auch auf der körperlichen Ebene – zur Vollendung zu bringen, sodass ihr nichts mangle. Es komme nur darauf an, die Anstrengung statt auf den unnützen Luxus der Zivilisation auf das Naturgemäße zu richten, dann könne man in Eudaimonie leben. For example, it can be diminished by events that happen after the subject's death, and it is not a state that children can possess. Das Wort stammt aus der Allgemeinsprache; in philosophischen Texten bezeichnet es eine gelungene Lebensführung nach den Anforderungen und Grundsätzen einer philosophischen Ethik und den damit verbundenen ausgeglichenen Gemütszustand. What is Eudaimonia? Da das Erwerben der Tugend in der Macht des Menschen stehe, was bei den Glücksgütern nicht der Fall sei, sei der Tugendhafte zu loben, der in Eudaimonie Lebende selig zu preisen. Wenn ihm dies gelingt, erlangt er die Eudaimonie. Ausführlich wird in Plotins Abhandlung mit vielen Beispielen und Erwägungen erläutert, warum Unglücksfälle aller Art den Weisen nicht erschüttern und seine Eudaimonie nicht beeinträchtigen können. Translations of eudaimonia from English to Greek and index of eudaimonia in the bilingual analogic dictionary. Daher fordert Aristoteles eine Gesetzgebung, die für die richtige Erziehung und für die Gewöhnung an ethische Tüchtigkeit sorgt. x of the Nicomachean Ethics Aristotle extols the life of study as the essential realization of eudaimonia. Platons Schüler Aristoteles knüpfte an die Überlegungen seines Lehrers an. [26] Einen Staat hält Platon für eudaimon, wenn er eine gute Verfassung hat, die ihn richtig strukturiert, und wenn er nach philosophischen Grundsätzen regiert wird. Davon wird der „universelle“ oder „soziale“ Eudämonismus unterschieden, nach dem das Prinzip des sittlich Guten auch das Erstreben des allgemeinen Glücks einschließt. Da aber auch die äußeren Lebensverhältnisse und die Tauglichkeit des eigenen Körpers eine Rolle spielen, sind ergänzend weitere gängige Bestimmungen von „Glück“ heranzuziehen: „das mit Sicherheit verbundene angenehmste Leben“ und „reichliches Vorhandensein von Besitz und körperlichen Gütern verbunden mit der Fähigkeit, diese zu bewahren und damit umzugehen“. Allerdings ist die Fähigkeit, Tüchtigkeit oder Tugend zu erlangen und einzuüben, keine selbstverständliche Gegebenheit. Jahrhundert ein. Über solche Einsicht verfügt der Weise. [158] Er befand, es sei dem Menschen als Individuum und als Gattung prinzipiell unmöglich, solche Glückseligkeit auf Erden zu erreichen; weder die Natur der Außenwelt noch seine eigene lasse dies zu. Beispielsweise kann jemand lange glückselig leben, aber im Alter in schweres Unheil stürzen. Sie wurden unterschiedlich beantwortet. Er machte geltend, Glückseligkeit könne nur dann gegeben sein, wenn sie dem Weisen uneingeschränkt verfügbar sei und wenn er sich darauf verlassen könne, dass sie unverlierbar sei. Under the terms of the licence agreement, an individual user may print out a PDF of a single entry from a reference work in OR for personal use (for details see Privacy Policy and Legal Notice). [115], Bei den antiken Kirchenschriftstellern gingen die Meinungen über den Wert der paganen Philosophie weit auseinander. Das sei „ein sich selbst widersprechendes Unding“. Nach einer Deutungsrichtung („dominant end“, „dominante Interpretation“, „exklusive Interpretation“) ist nur die theoretische Aktivität des aristotelischen Philosophen für seine Eudaimonie konstitutiv. Somit machte er die Eudaimonie nicht ausschließlich von der seelischen Tüchtigkeit oder Tugend abhängig, sondern billigte auch den Lebensumständen eine Rolle zu. [61] Er überlieferte eine dem Vorsokratiker Pythagoras zugeschriebene Definition der Eudaimonie als Kenntnis der Vollkommenheit von Zahlen, womit wohl eine vollkommene mathematische Ordnung der Seele gemeint war. [161] Die natürlichen, auf Glückseligkeit abzielenden Neigungen des Menschen hielt er zwar für an sich unverwerflich, doch bestand er darauf, dass im Konfliktfall die Vernunft, die als reine praktische Vernunft nicht im Dienst der Neigungen stehe, stets den Vorrang haben solle. Eudaimonie (auch Eudämonie, altgriechisch εὐδαιμονία .mw-parser-output .Latn{font-family:"Akzidenz Grotesk","Arial","Avant Garde Gothic","Calibri","Futura","Geneva","Gill Sans","Helvetica","Lucida Grande","Lucida Sans Unicode","Lucida Grande","Stone Sans","Tahoma","Trebuchet","Univers","Verdana"}eudaimonía) ist ein Begriff der antiken Philosophie. [92] Insbesondere lehnten die Pyrrhoneer Bewertungen ab, da sie ihnen keine objektive Gültigkeit zubilligten. Er untersuchte die Frage, wie man als Philosoph einen der Philosophie unkundigen Menschen in mehreren Belehrungsschritten zur Einsicht und damit zur Eudaimonie führt. Den Peripatetikern warf er vor, die Glückseligkeit zu Unrecht auch von außerseelischen Gütern abhängig zu machen und die seelischen damit für kraftlos zu erklären. [143], Führende Magister wiesen den intellektuellen Aktivitäten im Vollzug eines betrachtenden Lebens eine zentrale Bedeutung für die irdische Glückseligkeit zu. Auch Thomas von Aquin legte Wert auf die Unterscheidung dieser beiden Glücksarten. Es bestehe aber Hoffnung, sie nach dem Tod in einem jenseitigen Dasein zu erleben, wenn man sich wacker um eine gute Lebensführung bemüht habe. Zwar praktiziert der Philosoph im Umgang mit seiner Familie und seinen Mitbürgern die praktischen Tugenden, aber das ist kein Gut, das er um seiner selbst willen anstrebt, sondern nur ein Mittel. [46], Voraussetzungen und Hindernisse der Eudaimonie, Nach dem Verständnis des Aristoteles ist die Eudaimonie ein dauerhaftes Tätigsein „in einem vollen Menschenleben“[47] und mit Selbstgenügsamkeit verbunden. [148] Hinsichtlich seiner relativ niedrigen Einstufung des bürgerlich-tätigen Glücks glaubte Thomas irrtümlich, seine Position stimme mit der des Aristoteles überein, denn er hatte dessen Ausführungen zur Autarkie wie schon sein Lehrer Albert der Große missverstanden. Die Autoren, die sich im 12. [157] Vom antiken Verständnis entfernte sich Kant jedoch durch seine Definition der Glückseligkeit als „Zustand eines vernünftigen Wesens in der Welt, dem es im Ganzen seiner Existenz alles nach Wunsch und Willen geht“. Sie meinten, dies gelte nicht nur für die bürgerlich-tätige, sondern auch für die betrachtende Lebensweise. Darin bestehe seine Glückseligkeit. Wenn beatitudo jedoch im theologischen Sinn aufgefasst werde, sei eine Eudaimonie der Kinder grundsätzlich möglich. Add Definition. Konkret dachten sie dabei an ihre eigene Tätigkeit als Angehörige von Bildungseinrichtungen. [168], Im 19. In Greek philosophy, Eudaimonia means achieving the best conditions possible for a human being, in every sense–not only happiness, but also virtue, morality, and a meaningful life. [141], Albert der Große, Thomas von Aquin und andere Magister des 13. Socrates believed that virtue is sufficient and necessary for eudaimonia. Er widersprach also in der Güterlehre Platons Auffassung. Wer hingegen darauf verzichte, das eine gut und das andere schlecht zu finden, gewinne dadurch eine gelassene Haltung. Das glückliche Leben sei der Weg zur Gewinnung des ewigen Lebens. [44] Nach einer anderen Deutung („inclusive end“, „inklusive Interpretation“) besteht die Eudaimonie aus Aktivitäten einer Person in zwei untereinander unabhängigen Bereichen: dem erstrangigen, theoretischen Bereich der philosophischen Bemühungen und dem zweitrangigen Bereich der praktischen Politik, der Staatskunst. Die Nikomachische Ethik lag den Gelehrten in der 1246/1247 angefertigten vollständigen lateinischen Übersetzung von Robert Grosseteste vor. Nicht nur ein Individuum, sondern auch ein Staat kann sich in Eudaimonie befinden. Eudaimonia erscheint meist in der Gesellschaft anderer weiblicher Personifikationen, die für verschiedene Tugenden stehen. Die Eudaimonie wird als eine tugendgemäße Aktivität in Handlungen, die nach Wunsch ausgestattet sind, definiert. [80], Die Stoiker sahen ebenso wie die Platoniker und die Peripatetiker in der Eudaimonie das Ziel (télos) schlechthin, um dessentwillen alles getan wird und das selbst keinem höheren Zweck untergeordnet ist. Wünschenswert sei das richtige Maß an Glück. Ein unbekannter Peripatetiker, dessen Auffassung Stobaios mitteilt, gibt in seiner Auseinandersetzung mit einem radikal asketischen Standpunkt zu erkennen, dass er den Annehmlichkeiten des Lebens zugetan ist. Sie bot Anlass zu einer anhaltenden Auseinandersetzung mit der Frage nach den Grenzen einer innerlichen Unabhängigkeit von äußeren Umständen. [49], Zu fragen ist somit, welche Faktoren die Eudaimonie begünstigen, herbeiführen und konstituieren und welche sie behindern oder zerstören und ihr Gegenteil hervorbringen. Sie lautet: Gute Seelen zeichnen sich durch Besonnenheit und Selbstdisziplin aus, schlechte Seelen sind zügellos und maßlos. Die Eudaimonie als höchstes Gut und Endziel, Wie Platon war Aristoteles der Überzeugung, dass jede Aktivität ein Ziel habe, das etwas aus der Sicht des Handelnden Gutes sein müsse. Nach der Einteilung des Aristoteles sind drei den verschiedenen Glückskonzepten entsprechende Lebensformen zu unterscheiden: das Genussleben, das Leben im Dienst des Staates und das Leben als Hingabe an die Philosophie. Wenn das Glück aller von einer Handlung Betroffenen das maßgebliche Kriterium ist, handelt es sich um Utilitarismus. Sie meinten, nichts sei von Natur aus ein Gut oder ein Übel. Aus seiner Sicht ist ständige Eudaimonie nicht einmal wünschenswert, denn für ihn ist alles Statische unlebendig wie ein Stein. ; Record yourself saying 'eudaimonia' in full sentences, then watch yourself and listen.You'll be able to mark your mistakes quite easily. Nach ihrer Lehre ist die Tugendhaftigkeit für den optimalen Zustand des Menschen nicht nur notwendig, sondern auch ausreichend. Nun war er der Meinung, die Philosophen hätten irrtümlich geglaubt, man könne auf der Erde ein Leben in Eudaimonie führen. Sie seien zwar für ein Leben gemäß der Menschennatur nicht erforderlich, aber dennoch an sich wertvoll und erstrebenswert. Beispielsweise verneinten sie wie Aristoteles die Frage, ob Kinder im Sinne des philosophischen Glückseligkeitsbegriffs glücklich sein können. Eudemonia definition: happiness, esp (in the philosophy of Aristotle ) that resulting from a rational active... | Meaning, pronunciation, translations and examples Im philosophischen Sprachgebrauch bürgerte es sich ein, einen von innen her Glücklichen als beatus zu bezeichnen. [164] Im Christentum gebe es ein „System der Abgötterei und des Götzendienstes“, in dem „von einem übermächtigen Wesen Glückseligkeit erwartet“ werde. Er polemisierte gegen die platonische Lehre, die Seele könne aus eigener Kraft Eudaimonie erlangen, und setzte ihr die Behauptung entgegen, nur der christliche Glaube könne dem Menschen die Glückseligkeit verschaffen, die ihm die platonische Philosophie verspreche. [72] Im 2. Er praktiziert die theoretische Lebensweise, die für Aristoteles die beste ist. Dieser Eudämonismus habe sich auch im Märtyrertum gespiegelt. Er räumte ein, dass Schmerz, Krankheit und Armut reale Übel seien. Der Wohnsitz des Daimons ist die Seele.“[19] Gemäß dieser Überzeugung verwarf Demokrit die Vorstellung einer übermenschlichen, das Schicksal steuernden Macht, der Tyche. Die Dinge sind an sich weder gut noch schlecht, erst die Weisheit macht sie zu Gütern und die Torheit zu Übeln. Im „ontologischen Eudämonismus“ ist das Ziel ein von allen Mängeln befreites Sein.